1. April 2007

VfB Hüls - SCW 0:4 (0:2)

 































Fotos: Cib, InfoSchlumpf, Hollain, Froese                                                                                     Fenster schließen

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Fisherman's Friend

Boxer Täubers brave Badeweiher-Buben bringen Westfalia wieder in die Spur. Flinke Herner nutzen die Räume eiskalt aus und spielen das Schlusslicht an die Wand.

Sind sie zu stark, bis du zu schwach: Die Buben vom Badeweiher mussten sich gestern vorkommen, als hätten sie versehentlich in die Fisherman-Tüte gegriffen. Nahezu hilflos standen sie einer Herner Mannschaft gegenüber, die auf dem grünen Teppich phasenweise Fußball zelebrierte und dem Schlusslicht schonungslos die Grenzen aufzeigte.

"Das war wieder meine Westfalia", schwärmte Frank Schulz, nachdem sich seine Jungs in 90 Minuten den Frust der letzten Wochen aus der Seele gespielt hatten. Als williger Aufbaugegner fungierte die Elf von Klaus Täuber, der sich über die Naivität seiner seiner Truppe nur wundern konnte. Beflügelt vom Wunsch, nach vorne zu spielen, rannten die Hülser ins offene Messer, ließen riesige Löcher, die vor allem Sven Barton gerne nutzte.

So hatten die Herner leichtes Spiel, zumal auch die wenigen Hülser Offensivoptionen nicht zum Tragen kamen. Norman Seidel kochte Torjäger Kalayci ab, der für Baum in die Anfangsformation gerückte Stephan Urbainski gab Kluy keinen Stich, und Arben Tahiri legte die Schaltzentrale des VfB in Person von Miguel Pereira lahm. Leicht und locker fingen die Gäste so alle Angriffe ab, um dann blitzschnell umzuschalten und in die Löcher zu stoßen. Bereits in der zehnten Minute hatten sie mit diesem einfachen Rezept Erfolg. Michael Erzen wurde nach Bartons Maßflanke zwar noch von Kozielski gestört, doch der starke Dominik Behrend brachte den Ball noch einmal rein, Sami El-Nounou stand allein vor Rantzow und traf voll ins Glück.

Geradezu schulmäßig der Konter zum 0:2. El-Nounou fing einen Abschlag ab, überließ für Tim Gebauer, und nach dessen Pass in die Gasse konnte Barton frei vor Rantzow ein sattes Pfund abziehen. Kurz zuvor hatte der Herner Flügelflitzer nach Doppelpass mit Behrend noch knapp das lange Eck verfehlt.

In der Pause versuchte Täuber, noch einmal den Geist des Widerstands zu wecken. Der VfB drängte, blieb aber vorne harmlos und hinten offen. Spätestens nach Arben Tahiris feinfühligem Heber zum 0:3 war die Partie gelaufen. Selbst über den schlechten Witz, den sich der Schiri mit der Ampelkarte gegen Charly Neumann leistete, konnten die Herner nur lachen. So wie über den vierten Streich in letzter Sekunde, als Rantzow auf halbem Wege stehen blieb und Yakub Köse mit Ball ins Tor laufen durfte.

VfB Hüls - SC Westfalia Herne 0:4

Tore: 0:1 (10.) El-Nounou, 0:2 (23.) Barton, 0:3 (67.) Tahiri, 0:4 (90.) Köse.

VfB: Rantzow - Kozielski, Planhof, Damnitz - Walter (68. Fidan), Stondzik (46. Sichler), Kacar (38. Eisen) - Pereira, Olschewski - Kluy, Kalayci.

SCW: Bautz - Neumann - Seidel, Urbainski - Barton, Gebauer, Tahiri (65. Chaaban), Urban (61. Köse) - Behrend (69. Makarchuk) - El-Nounou, Erzen.

SR: Andreas Stattrop (Krefeld).

Zuschauer: 450.

Gelb/Rot: Neumann (SCW, 74.).

01.04.2007 Von Wolfgang Volmer