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Fotos: Cib, InfoSchlumpf, Hollain,
Froese
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Fisherman's Friend
Boxer Täubers brave
Badeweiher-Buben bringen Westfalia wieder in die Spur. Flinke Herner
nutzen die Räume eiskalt aus und spielen das Schlusslicht an die
Wand.
Sind sie zu stark, bis du zu schwach: Die Buben vom Badeweiher
mussten sich gestern vorkommen, als hätten sie versehentlich in die
Fisherman-Tüte gegriffen. Nahezu hilflos standen sie einer Herner
Mannschaft gegenüber, die auf dem grünen Teppich phasenweise Fußball
zelebrierte und dem Schlusslicht schonungslos die Grenzen aufzeigte.
"Das war wieder meine Westfalia", schwärmte Frank Schulz, nachdem
sich seine Jungs in 90 Minuten den Frust der letzten Wochen aus der
Seele gespielt hatten. Als williger Aufbaugegner fungierte die Elf
von Klaus Täuber, der sich über die Naivität seiner seiner Truppe
nur wundern konnte. Beflügelt vom Wunsch, nach vorne zu spielen,
rannten die Hülser ins offene Messer, ließen riesige Löcher, die vor
allem Sven Barton gerne nutzte.
So hatten die Herner leichtes Spiel, zumal auch die wenigen Hülser
Offensivoptionen nicht zum Tragen kamen. Norman Seidel kochte
Torjäger Kalayci ab, der für Baum in die Anfangsformation gerückte
Stephan Urbainski gab Kluy keinen Stich, und Arben Tahiri legte die
Schaltzentrale des VfB in Person von Miguel Pereira lahm. Leicht und
locker fingen die Gäste so alle Angriffe ab, um dann blitzschnell
umzuschalten und in die Löcher zu stoßen. Bereits in der zehnten
Minute hatten sie mit diesem einfachen Rezept Erfolg. Michael Erzen
wurde nach Bartons Maßflanke zwar noch von Kozielski gestört, doch
der starke Dominik Behrend brachte den Ball noch einmal rein, Sami
El-Nounou stand allein vor Rantzow und traf voll ins Glück.
Geradezu schulmäßig der Konter zum 0:2. El-Nounou fing einen
Abschlag ab, überließ für Tim Gebauer, und nach dessen Pass in die
Gasse konnte Barton frei vor Rantzow ein sattes Pfund abziehen. Kurz
zuvor hatte der Herner Flügelflitzer nach Doppelpass mit Behrend
noch knapp das lange Eck verfehlt.
In der Pause versuchte Täuber, noch einmal den Geist des Widerstands
zu wecken. Der VfB drängte, blieb aber vorne harmlos und hinten
offen. Spätestens nach Arben Tahiris feinfühligem Heber zum 0:3 war
die Partie gelaufen. Selbst über den schlechten Witz, den sich der
Schiri mit der Ampelkarte gegen Charly Neumann leistete, konnten die
Herner nur lachen. So wie über den vierten Streich in letzter
Sekunde, als Rantzow auf halbem Wege stehen blieb und Yakub Köse mit
Ball ins Tor laufen durfte.
VfB Hüls - SC Westfalia
Herne 0:4
Tore: 0:1 (10.)
El-Nounou, 0:2 (23.) Barton, 0:3 (67.) Tahiri, 0:4 (90.) Köse.
VfB: Rantzow - Kozielski, Planhof, Damnitz - Walter (68. Fidan),
Stondzik (46. Sichler), Kacar (38. Eisen) - Pereira, Olschewski -
Kluy, Kalayci.
SCW: Bautz - Neumann - Seidel, Urbainski - Barton, Gebauer, Tahiri
(65. Chaaban), Urban (61. Köse) - Behrend (69. Makarchuk) -
El-Nounou, Erzen.
SR: Andreas Stattrop (Krefeld).
Zuschauer: 450.
Gelb/Rot: Neumann (SCW, 74.).
01.04.2007 Von Wolfgang Volmer |
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