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Fotos: Cib, InfoSchlumpf, Hollain,
Froese, Tobi, Blank
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Lohn der Leidenschaft
Nachösterliche
Auferstehung am Schloss: Zwei Tahiri-Treffer zwingen starke Preußen
in die Knie. Westfalia Herne kämpft überlegene Gäste nicht
unverdient nieder. Bautz pariert Antwerpens Elfmeter.
Kampf und Leidenschaft zahlen sich aus. Nicht immer, aber ziemlich
häufig. So wie gestern am Schloss Strünkede, wo ein tapfer
kämpfender SC Westfalia einem spieltechnisch klar überlegenen Gegner
alle drei Punkte abknöpfte. Für die Preußen ist damit der
Regionalligazug endgültig abgefahren. Wichtiger aber für die
erschreckend wenigen Herner Fans: Ihr Team hat ein klares
Lebenszeichen gegeben. "Meine Westfalia ist wieder da", nannte es
Trainer Frak Schulz.
Die Rollen in einer erbittert, aber fair geführten Partie waren von
Anfang an klar verteilt. Die sehr offensiv ausgerichteten Preußen
machten Druck, der SCW machte hinten die Schotten dicht und setzte
auf Konter. Mit Erfolg. Gleich der erste gelungene Herner Spielzug
führte zum 1:0, als Michael Erzen mit einem wunderschönen Direktpass
den durchlaufenden Arben Tahiri frei spielte.
Wütende Preußen-Angriffe waren die Folge, die Herner waren in der
Defensive voll gefordert. Trotz allen Bemühens und vieler gewonnener
Zweikämpfe waren Gäste-Chancen nicht zu verhindern. Aber Gibson
verfehlte mit seinem Kopfball ebenso das Ziel wie Antwerpen mit
einem Drehschuss. In der 27. Minute hob die Preußen-Bank schon zum
Jubel an, als Michael Baum unter einer Flanke hersprang und
Antwerpen den Ball im Fünfmeterraum annahm. Doch ehe der
SCP-Sturmtank zum Abschluss kam, war Baum schon wieder da und
rettete. Dass er dabei an Antwerpens Trikot zerrte, entging
Schiedsrichter Zinken, der auch bei anderen strittigen
Entscheidungen oft daneben lag.
Nachdem auch Seggewiß zwei Kopfbälle aus bester Position neben das
Tor setzte, ging es mit einer glücklichen Herner 1:0-Führung in die
Pause. Gleich nach Wiederbeginn hätte Tobias Urban nachlegen können,
aber sein 40m-Schuss verfehlte knapp das verwaiste SCP-Tor. Kurz
darauf bescherte Matliks Fehler den Hernern eine
2:1-Überzahlsituation, doch Erzen sah keine Lücke für einen Querpass
auf Sami El-Nounou und ließ sich das Leder von Matlik wieder
abluchsen (53.).
Drei Minuten später zeigte Zinken nach Dominik Behrends
ungeschicktem Rempler überraschend auf den Punkt. Doch Antwerpen
nahm das Strafstoßgeschenk nicht an und scheiterte an Olli Bautz.
Der starke SCW-Keeper war auch bei Matliks abgefälschtem Schuss auf
dem Posten und musste sich erst geschlagen geben, als Charly Neumann
eine Sowislo-Hereingabe unglücklich zum 1:1 ins eigene Netz
abfälschte.
In der letzten halben Stunde versuchten beide Teams, aus einem Punkt
drei zu machen. Auch Herne kam zu Chancen, vor allem nach Gibsons
Hinausstellung. In der Nachspielzeit war es schließlich Sven Barton,
der sich zu einem letzten kraftvollen Sololauf aufraffte, drei
Preußen stehen ließ und maßgerecht für Tahiris zweiten Treffer
auflegte.
Westfalia Herne -
Preußen Münster 2:1
Tore: 1:0 (13.) Tahiri,
1:1 (65.) Eigentor Neumann, 2:1 (90.+3) Tahiri.
SCW: Bautz - Neumann - Baum, Seidel - Barton, Gebauer, Tahiri,
Behrend (69. Makarchuk) - Urban - El-Nounou, Erzen (85. Cetera).
SCP: Joswig - Matlik, Mehnert, Talarek - Gibson - Sowislo, Seggewiß,
Kampf (54. Wassey), Siedschlag - Gurzynski (87. Piorunek), Antwerpen
(78. Scherping).
SR: Heinz Zinken (Mechernich).
Zuschauer: 912 Zahlende.
Gelb/Rot: Gibson (Münster/80.).
15.04.2007 Von Wolfgang Volmer |
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