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Fotos: Cib, InfoSchlumpf, Hollain
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SCW kassiert
ernüchternde Auftaktschlappe
Einen schlechten Auftakt in die so
neue wichtige Saison leistete sich der SCW, denn er verlor nicht nur beim
Aufsteiger Germania Gladbeck mit 0:2, sondern viel mehr die Art und Weise der
Niederlage stimmt bedenklich.
Trainer Frank Schulz hatte im Tor erwartungsgemäß Oliver Bautz aufgeboten, davor
agierte Charly Neumann als Libero. Ihm zur Seite standen Michael Baum und Mirko
Mustroph als Manndecker. Im defensiven Mittelfeld spielten Arben Tahiri und Tim
Gebauer, auf den Flügeln spielten Edin Terzic und Damiano Intravaia. Das neue
Sturmduo bildeten die erst kürzlich verpflichten Hakan Firat und Fisnik
Zeynullahu.
Germania-Coach Guido Naumann konnte erstmals seinen erst diese Woche neu
verpflichteten Stürmer Stefan Kratofiel (VfL Bochum II) einsetzen, der mit dem
Ex-Speldorfer Dennis Rommel das Sturmduo bildete, insgesamt agierte Gladbeck mit
einem 3-5-2 System.
Das Spiel startete zunächst schleppend. Beide Mannschaften tasteten sich
zunächst ab, sodass sich das Spielgeschehen vor allen Dingen im Mittelfeld
abspielte. Deutlich wurde auch das bei beiden Mannschaften viele neue Spieler
auf dem Platz standen, die Laufwege und Abstimmung oftmals nicht stimmte.
Die erste Möglichkeit hatte dann der SCW in der 20. Minute, als Edin Terzic sich
auf dem rechten Flügel den Ball erkämpfen konnte, seine Flanke aber zu flach
geriet und so Germania Keeper Hikmet Öztürk, der früher für TSK Herne spielte,
keine Probleme hatte den Ball abzufangen.
Der SCW legte nach und nur zwei Minuten später wäre es fast Neuzugang Fisnik
Zeynullahu gewesen, der den SCW in Führung gebracht hätte. Aber sein Schuss
wurde noch so eben abgeblockt.
Das wars jedoch auch schon mit Herner Chancen. Das Spiel plätscherte im
Mittelfeld so hin und her und die letzten beiden Chancen der ersten Halbzeit
gehörten Germania Gladbeck. Zunächst prüfte Rommel SCW-Keeper Oliver Bautz mit
einem strammen Schuss aus circa 25 Metern, dann segelte kurz vor Schluss der
ersten Halbzeit ein Freistoss durch den Herner Strafraum. Kein Gladbecker
Spieler konnte jedoch die Konfusion in der Herner Hintermannschaft nutzen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte der SCW zunächst eine Einschussmöglichkeit
durch Fisnik Zeynullahu. Doch sein Schuss wurde von der Gladbecker Abwehr
abgeblockt. Auch ein kurz darauf folgender Freistoß konnte nicht genutzt werden.
Dann folgte eine der Schlüsselszenen des Spiels, in der 57min leistete sich
Tobias Urban nämlich einen groben Aussetzer, als er an der Außenlinie völlig
unnötig gegen einen Gladbecker Spieler nach trat. Dieses vor den Augen des
Linienrichters, und so konnte es als Konsequenz nur die Rote Karte geben. Urban
erwies damit seiner Mannschaft einen Bärendienst, die nun in der Hitze in
Unterzahl agieren musste. Urban wird voraussichtlich vier Spiele pausieren
müssen.
Es war klar, dass es nun schwer werden würde drei Punkte einzufahren, denn die
Germania hatte nun mehr als eine halbe Stunde Überzahl und Germania-Coach Guido
Naumann hatte schon zur Pause mit Ersoy einen weiteren Offensivspieler
eingewechselt. Damit bewies er ein glückliches Händchen, denn eben jener Ersoy
sorgte in der 74. Minute für die Gladbecker Führung, als der SCW nach einer Ecke
den Ball nicht wegbekam und Ersoy mit einem unhaltbaren Schuss unter die Latte
die Gladbecker Führung markierte. Vor der Ecke hatte SCW-Keeper Oliver Bautz mit
einer Glanzparade einen Fernschuss entschärft.
SCW-Coach Frank Schulz wechselte zwar noch Sezgin Salli und Sebastian Kleine
ein, doch der SCW schaffte es wie auch schon zuvor einfach nicht ein
konstruktives Spiel aufzuziehen. Oftmals wurde der Ball planlos nach vorne
geschlagen, anstatt mit gezieltem Passspiel den Weg nach vorne zu suchen. So
wurden viele Bälle mit Leichtigkeit von der Gladbecker Abwehr abgefangen und
doch hätte der eingewechselte Sven Barton in der 82. Minute für den Ausgleich
sorgen müssen. Durch einen Traumpass von Arben Tahiri freigespielt, lief er von
schräg rechts auf das Gladbecker Gehäuse zu. Doch anstatt den Abschluss zu
suchen, passte er in die Mitte, wo sich jedoch kein Spieler des SCW befand.
So konnte Gladbeck durch einen Konter sogar noch durch Rommel den zweiten
Treffer nachlegen, der alleine vor SCW-Keeper Oliver Bautz eiskalt verwandelte.
Enttäuscht verließen nun schon vorab zahlreiche SCW-Fans das Stadion. Auf dem
Rasen tat sich nichts mehr, außer das Frank Schulz noch von dem Unparteiischen
auf die Tribüne verbannt wurde.
Der SCW wird sich also bereits am kommenden Mittwoch gewaltig steigern müssen,
will er gegen Oestrich die ersten Zähler auf der Habenseite einfahren. Oestrich
gab schon ein erstes Empfehlungsschreiben ab, denn es konnte die Zweitvertretung
von Armina Bielefeld besiegt werden, einer der heißen Titelkandidaten.
Auffällig wie spielerisch schwach der SCW agierte. Zu viele Bälle wurden einfach
nur nach vorne gedroschen und landeten prompt beim Gegner. So ist einfach kein
geordneter Spielaufbau möglich. Hoffnungsträger ist hier André Badur, der heute
verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnte, Mittwoch aber im Herner
Mittelfeld zum Einsatz kommen soll.
Tore: 1:0 Seyit Ersoy 74.min, 2:0 Dennis Rommel 88.min
Germania Gladbeck: Öztürk - Turhal, Durdu, Özkaya – Aydin, Senger, Yavuzaslan,
Sicenica, Abou-Saleh – Rommel, Kratofiel
SCW: Bautz – Neumann, Baum, Mustroph – Gebauer (85. Kleine), Tahiri, Intravaia,
Terzic (62. Barton), Urban – Zeynullahu (70. Salli), Firat
Gelbe Karten: Aydin, Kratofiel, Senger, Öztürk, Turhal – Firat, Baum
Rote Karte: Urban (SCW) 57min wegen Nachtretens
SR: Florian Kötter (Velbert)
SR-A: Luc Ngatchou (Wuppertal), Ioannis Stergiopoulos (Wuppertal)
Zuschauer: 1500
D.
Endemann
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