12. August 2007

TSG Sprockhövel - SCW 0:2 (0:0)

 











































Fotos: Cib, InfoSchlumpf, Blank                                                                                                   Fenster schließen

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In Überzahl klappt´s

Nach Gelb-Rot gegen Sprockhövels Kerstiens nutzt Westfalia ihre Torchancen durch Mustroph und Kleine zum verdienten 2:0-Erfolg.

Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff reckte Christopher Ditterle beide Fäuste in den Himmel. Der 19-jährige SCW-Schlussmann, der wie bereits am Mittwoch den Vorzug vor Oliver Bautz erhalten hatte und fehlerfrei geblieben war, wusste, dass da nichts mehr anbrennen würde. Wenig später jubelte die ganze Mannschaft, einschließlich dem Trainerduo. "Wir haben jetzt vier Punkte, dass ist doch in Ordnung", ließ auch Chefcoach Frank Schulz erkennen, dass ihm ein Stein vom Herzen gefallen war.

Aber auch wenn am verdienten Sieg der Westfalia kein Zweifel aufkam, besteht zu Euphorie noch kein Anlass. Denn in spielerischer Hinsicht ließen die Herner immer noch einige Wünsche offen. Und auch die Tore fielen erst, nachdem sich die Gastgeber durch die Ampelkarte für Kerstiens wegen wiederholten Foulspiels selbst dezimiert hatten.

Die ersten 45 Minuten im Baumhof-Stadion boten den Fans beider Mannschaften nicht viel Berauschendes. Positiv auf Westfalia-Seite war immerhin, dass die Defensive kaum Möglichkeiten der TSG zuließ. Lediglich einmal konnte Ditterle sich auszeichnen, als er einen nicht ungefährlichen Aufsetzer von Bailaika zur Ecke abwehrte (17.).

Im Spiel nach vorne lief es beim SCW allerdings nicht so recht. "Der letzte Pass kommt bei uns noch nicht an", stellte Schulz fest. So strahlte der SCW nur aus der Distanz Gefahr aus, wie bei Gidaszewskis Freistoß (9.) oder durch die Versuche von Zeynullahu (23.) und Firat (41.), die von TSG-Keeper Lindenblatt entschärft wurden.

Mit Wiederbeginn erspielte sich der SCW eine optische Überlegenheit und hatte durch den eingewechselten Salli (48.) und Terzic (53.) weitere Möglichkeiten. Und nachdem der mit Gelb vorbelastete Kerstiens den flinken Firat nur durch ein Foul stoppen konnte und vorzeitig zum Duschen musste, zog die Westfalia ein regelrechtes Powerplay auf. Salli (65.), Tahiri (66./68.) und Gidaszewski (70.) scheiterten aber ebenso wie Terzic (73.), dessen Schuss Schulz noch von der Linie kratzte. Nach der folgenden Ecke durften die Strünkeder aber endlich jubeln. Hakan Firat zirkelte den Ball an den Fünfmeterraum, und Mirko Mustroph wuchtete das Leder mit dem Kopf zum 1:0 ein (74.). Zehn Minuten später war die Partie entschieden. Wieder brachte Firat einen Eckball mustergültig vor das Tor, Tahiris Schuss konnte Lindenblatt noch abwehren, doch am langen Eck lauerte der erst Sekunden zuvor eingewechselte Sebastian Kleine und hämmerte den Ball ins Netz. Ein tolles Joker-Tor, über das sich der lange Stürmer zurecht freuen durfte. Und mit ihm die ganze Mannschaft, die sich am dritten Spieltag den ersten Sieg redlich verdient hatte.

TSG Sprockhövel - SC Westfalia Herne 0:2

Tore: 0:1 (74.) Mustroph, 0:2 (84.) Kleine.

TSG: Lindenblatt - Schulz (78. Homann), R. Meister, Beckmann, Kerstiens - Bednarski, A. Meister, Winczura, Balaika - Haira, Kengne (70. Appiah)

SCW: Ditterle - Seidel, Mustroph, Baum (66. Neumann) - Barton, Tahiri, Gebauer, Gidaszewski - Firat - Terzic (83. Kleine), Zeynullahu (46. Salli).

SR: Dräger (Bielefeld).

Gelb-Rot: 57. Kerstiens.
Oberliga Westfalen Bundesliga

12.08.2007 Von Uwe Ross