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Fotos: Cib, InfoSchlumpf
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Flaute statt Sturm
SC Westfalia erspielt
sich in Delbrück höchstens eine Halbchance und verliert typisches
0:0-Spiel durch Gidaszewskis dummes Foulspiel. Auch in Überzahl
bleibt die Schulz-Elf harmlos.
Keine Chancen, keine Tore: Mit dieser einfachen Formel lässt sich
der Auftritt des SC Westfalia im Delbrücker AM-Stadion beschreiben.
Und weil Dennis Gidaszewski, der gestern in vielen Szenen ziemlich
schläfrig wirkte, mit einer selten dämlichen Aktion einen unnötigen
Freistoß provozierte, den der sträflich ungedeckte DSC-Kapitän
Guerino Capretti per Kopf zum 1:0 nutzte, traten die Herner die
weite Heimreise schlecht gelaunt und ohne Punkt an.
Nötig war diese dritte Niederlage im fünften Saisonspiel wahrlich
nicht. Denn auch bei den Hausherren war Sicherheit oberstes Gebot,
nach vorne lief wenig zusammen. Das lag allerdings auch an
Westfalias starker Defensive, in der mit Mirko Mustroph und Michael
Baum die beiden besten Herner standen. Während Mustroph sicher stand
und alles abräumte, kochte Baum den gefürchteten Torjäger Raffaele
Wiebusch gnadenlos ab und gönnte ihm keinen Stich.
Auch in der Spielentwicklung zeigte der SCW Fortschritte. Oft holte
sich Tobias Urban den Ball am eigenen Strafraum ab und mühte sich,
Linie ins Spiel zu bringen. Teilweise sah das ganz gut aus, zumal
auch Andre? Badur hin und wieder sein Können aufblitzen ließ.
Letztendlich aber krankte das Herner Spiel daran, dass sowohl auf
beiden Außenbahnen als auch im Angriff totale Funkstille herrschte.
Der lange Sebastian Kleine wirkte ungelenk und technisch limitiert,
Hakan Firat war kaum anspielbar und fummelte sich selbst Knoten in
die Beine. So fand der SCW im gegnerischen Strafraum gar nicht
statt. Und weil Sven Barton, meist durch zwei Leute abgeschirmt,
seine Flügelläufe gar nicht erst startete und Gidaszewskis weite
Flanken aus dem Halbfeld den Funktürmen in der DSC-Abwehr nur ein
müdes Lächeln entlockte, verlebte Delbrücks Torhüter Kirchhoff einen
ruhigen Nachmittag.
Bis zur Pause gab es allenfalls drei, vier halbwegs gefährliche
Situationen, meist nach Standards vor dem Herner Tor. Einmal lenkte
Christopher Ditterle einen Wiebusch-Knaller über die Latte, danach
blockten Kleine und Urban Schüsse aus dem Sechzehner ab. Die beste
und zugleich einzige Herner Chance bot sich kurz vor der Pause
Gidaszewski, der einen Badur-Freistoß per Kopf Richtung Tor
bugsierte. Doch Arben Tahiris Versuch, dem Ball den letzten Dreh zu
geben, geriet zum Querschläger, und Kirchhoff brauchte nicht
einzugreifen.
Auch im zweiten Abschnitt änderte sich wenig. Bis sich Delbrücks Jan
Welker gegen Barton zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und "Rot"
sah. Doch statt ihre Überzahl zu nutzen und Druck nach vorne zu
entwickeln, handelte sich der SCW drei Minuten später das
überflüssige Gegentor ein. Der Rest war planloses Anrennen, ohne
Sinn und Verstand. Und wenn der DSC seine Konter präziser
ausgespielt hätte, wäre die Partie schon vorzeitig entschieden
gewesen.
Delbrücker SC - SC
Westfalia Herne 1:0
Tor: 1:0 (67.) Capretti.
DSC: Kirchhoff - Schröder (46. Niermann), Capretti, Hansjürgen,
Dieks - Berhorst, Plucinski (46. Erdogmus), Fulland, Welker - Wiens
(68. Richter), Wiebusch.
SCW: Ditterle - Baum, Mustroph, Seidel - Barton, Tahiri (79. Salli),
Urban, Gidaszewski - Badur (81. Terzic) - Kleine, Firat.
SR: Martin Gropengießer (Iserlohn).
Zuschauer: 380.
Rote Karte: Welker (Delbrück/64.).
26.08.2007 Von Wolfgang Volmer
Oberliga Westfalen Bundesliga |
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