9. September 2007
SC Wiedenbrück - SCW 4:0 (2:0)
Fotos: Cib, InfoSchlumpf Fenster schließen Das Copyright für sämtliche Fotos in der Galerie bleibt, wie in den Haftungshinweisen beschrieben, allein bei den Autoren. Demütigung für die WestfaliaAuch beim bisherigen Tabellenletzten geht die Schulz-Truppe sang- und klanglos ein. Trainer ist nach der Blamage geschockt und schämt sich für seine Mannschaft. Niederlagen gehören zum Sport. Was der SC Westfalia in Wiedenbrück aber erlebte, war keine normale Niederlage. Es war eine Blamage, eine Demütigung. Eine bittere Pille auch für Trainer Frank Schulz, die er nur mühsam verdaute. "Ich kann mich für diese Leistung nur schämen", war seine spontane Reaktion. Viel mehr mochte er zum Grauenkick seiner Truppe nicht sagen. Schön reden hilft jetzt nicht mehr. "Ich glaube an diese Mannschaft": Fast gebetsmühlenartig hatte Schulz in den letzten Wochen diesen Satz wiederholt. Auch die gestrige Pleite hat diesen Glauben nicht fundamental erschüttert, wie der SCW-Coach versicherte. Zum Glauben aber gehört Beten. Ob´s hilft? Der gestrige Auftritt gibt wenig Anlass zur Hoffnung. Von Beginn an nahmen die Gäste erst gar nicht am Spiel teil. Dass ein Großteil der Mannschaft nach dem Schlusspfiff auf den Hosenboden sank und in Trauer auf dem Rasen verharrte, wunderte wenig. Schon vorher sah das Herner Spiel eher nach Sitzfußball aus. Die Gastgeber, die zuvor in sechs Spielen nur ein Tor geschossen hatten und auf dem letzten Platz klebten, sahen gegen diese Herner jedenfalls aus wie eine Zuckertruppe. Stets hatten sie Überzahl in Ballnähe, immer waren sie giftiger, auch ihre Kombinationen liefen flüssiger als bei der Schulz-Elf, die völlig verunsichert wirkte. Nur Michael Baum, Mirko Mustroph und Norman Seidel stemmten sich dagegen, entschieden die meisten Zweikämpfe für sich. Aber wenn nach vorne hin nichts geht und schon im Mittelfeld die meisten Bälle verloren gehen, bricht auch die beste Abwehr irgendwann auseinander. Als Veith in der 16. Minute mit einem schönen Schlenzer in den Winkel zum 1:0 traf, war die Wiedenbrücker Führung überfällig. Erst Mitte der ersten Halbzeit machte Westfalia Anstalten, am Spiel teilzunehmen, kam aber nur durch Fehler der Platzherren zu ein, zwei Halbchancen. Das Herner Aufbegehren hatte Sekunden vor der Pause ein Ende, als Castilla einen Eckball ungehindert einköpfen durfte. Mit Zeynullahu für Kluy hoffte Schulz auf die Wende. Ohne Erfolg. Kaum war Andre? Badurs 20m-Schuss am Tor vorbei getrudelt, klingelte es auf der anderen Seite. Charly Neumann war aufgerückt, und die entblößte Abwehr konnte Castillas zweiten Streich nach Vorarbeit von Veith und Röber nicht verhindern. Damit war jeglicher Herner Widerstand erloschen, und die Gäste konnten froh sein, durch Veith nur noch ein viertes Tor kassieren zu müssen. SC Wiedenbrück 2000 - SC Westfalia Herne 4:0 Tore: 1:0 (16.) Veith, 2:0, 3:0 (45./56.) Castilla, 4:0 (65.) Veith. Wiedenbrück: Kespohl - Scharpenberg - Taner, Taverna - Kretschmer, Knezevic, Röber, Veith (79. Wieckowicz) - Castilla (71. Kilic) - Strickmann, Orhan (69. Ivanovic). SC Westfalia: Ditterle - Neumann - Seidel, Baum - Barton, Tahiri (26. Gebauer), Mustroph, Terzic (66. Intravaia) - Urban - Kluy (46. Zeynullahu), Badur. SR: Stefan Tendyck (Gelsenkirchen). Zuschauer: 439. 09.09.2007 Von Wolfgang Volmer Oberliga Westfalen Bundesliga Schalke |
|