17. Februar 2008

SCW - TSG Sprockhövel  2:0 (1:0)

 

















Fotos: InfoSchlumpf, Cib                                                                                                               Fenster schließen

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Badur macht den Sack zu

Mit kühl kalkuliertem Zweckfußball fährt Westfalia Herne den 2:0-Pflichtsieg gegen Schlusslicht TSG Sprockhövel ein. Edin Terzics frühes Traumtor ebnet den Weg.

Die Arbeit ist getan. Mit kühl kalkuliertem Zweckfußball heimste der SC Westfalia gegen das harmlose Oberliga-Schlusslicht aus Sprockhövel drei weitere Punkte ein und kletterte auf den siebten Platz.

Spielerische Glanzlichter konnten die Herner im ersten Pflichtspiel nach der Winterpause nur selten zünden. Das lag zum Teil am holprigen Boden, der die Bälle tückisch verspringen ließ und die Spielkontrolle erschwerte. Andererseits hätte nicht nur Trainer Frank Schulz gern ein etwas dominanteres Auftreten seiner Truppe gesehen, zumal die schon mit ihrer ersten gelungenen Aktion das 1:0 vorlegte. Dominik Behrend hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und maßgerecht nach innen geflankt, wo sich Edin Terzic hochschraubte und aus zwölf Metern wunderschön einköpfte. Ein dolles Ding.

Dem allerdings viel Leerlauf folgte. Die Herner setzten nicht energisch nach, obwohl die TSG-Deckung ausgesprochen anfällig wirkte. Vielmehr verharrten sie in ihrer recht defensiven Ordnung, ließen die Gäste kommen, um sie erst tief in der eigenen Hälfte zu stellen und nach Ballgewinn schnell zu kontern. Kein Hurrafußball also, aber ein absolut Erfolg versprechendes Konzept. Denn so gefällig die TSG auch den Ball laufen ließ, im Angriff fehlte ihr jede Durchschlagskraft. So verlebte Olli Bautz einen ruhigen Nachmittag, musste sich nur bei einem Kopfball nach einer Freistoßflanke einmal schmutzig machen (13.). Alles andere räumten Tim Gebauer, Norman Seidel, Michael Baum und vor allem der stellungssichere Mirko Mustroph vorher souverän ab.

Was fehlte, war eigentlich nur das schnelle 2:0. Das hätte schon in der 20. Minute fallen können, als Baum nach einem Badur-Freistoß aus sieben Metern knapp vorbeiköpfte. Zwei Minuten später war erneut Baum der Unglücksrabe, der den Herner Torjubel abrupt abebben ließ. Dennis Gidaszewskis Flachschuss wäre vermutlich ins Netz gerutscht, Baum aber wollte auf Nummer sicher gehen, gab dem Ball den letzten Kick – und stand abseits. Dumm gelaufen. Weil auch Badurs schlitzohriger 15m-Heber am Winkel vorbei strich (33.), ging es mit einem mageren 1:0 in die Kabinen.

Nach der Pause änderte sich wenig. Sprockhövel war bemüht, aber harmlos. Und die Strünkeder versäumten es, den Sack zeitig zuzubinden. Die dickste Möglichkeit dazu verpasste Badur, als er nach einer tollen Direktkombination über Behrend und Terzic freistehend den Ball nicht am TSG-Keeper Lindenblatt vorbei brachte (61.). Auch ein weiterer Kopfball des bis zum Erbrechen rackernden Terzic hätte sein Ziel finden können (78.). So mussten die Fans weiter fürchten, dass ein einziger Fehler zwei wichtige Punkte kosten könnte. Bis der „Chef” selber endlich reinen Tisch machte. Von Behrend prima freigespielt, traf SCW-Regisseur Badur aus der Drehung flach ins Netz. Endlich.

SC Westfalia Herne - TSG Sprockhövel 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 (7.) Terzic, 2:0 (84.) Badur. SCW: Bautz - Seidel, Mustroph, Baum - Barton, Gidaszewski - Gebauer, Tahiri (67. Salli) - Behrend, Badur (86. Kleine) - Terzic.

TSG: Lindenblatt - Schulz, Beckmann, Gorges (46. Kerstiens), Winczura - Gavranovic (78. Gerling), Balaika, Meister, Bednarski - Kundrotas (65. Hofmann), Haira.

SR: Dalibor Guzijan (Duisburg).

Zuschauer: 540.

Von Wolfgang Volmer

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