25. Mai 2008
SCW - FC Gütersloh 2:0 (0:0)
Fotos: Cib, InfoSchlumpf Fenster schließen Das Copyright für sämtliche Fotos in der Galerie bleibt, wie in den Haftungshinweisen beschrieben, allein bei den Autoren. Zwischen Freude und FrustSpätes Lotter Siegtor erstickt den Herner Jubel über das hart erkämpfte 2:0 gegen Gütersloh. Mit drei Punkten und fünf Toren Rückstand auf Platz vier geht's zum Saisonfinale nach Schermbeck. Arben Tahiri und Andre Badur treffen. Norman Seidel und Dominik Behrend eng umschlungen, Michael Baums Kopf in André Badurs Schoß – so lagen und hockten sie nach dem Schlusspfiff auf dem Platz, ließen sich von ihren Fans feiern. Theo Zwanziger hätte solche Bilder auch fehlinterpretieren können. Denn hier wollte sich niemand outen, wie es der DFB-Präsident jüngst angeregt hatte. An sexuelle Vorlieben verschwendete niemand einen Gedanken. Die Herner waren einfach nur kaputt. Körperlich wie emotional. Noch beim Abpfiff glaubten sie, der Regionalliga durch das hart erkämpfte 2:0 über eine starke Gütersloher Mannschaft näher gekommen zu sein. Dann verbreitete sich die unfrohe Kunde aus Lotte: Zwei Tore hatten die Sportfreunde in der Schlussphase erzielt, die Partie gegen Erkenschwick noch aus dem Feuer gerissen. Und die Köpfe rechneten. Drei Punkte, fünf Tore – das ist am letzten Spieltag kaum aufzuholen. Kaum. Aber einen Versuch ist es wert. Mit dieser Einstellung wird die Westfalia auch am Sonntag in Schermbeck auf den Platz gehen. Davon darf man getrost ausgehen. Denn Einstellung, Leidenschaft, Teamgeist und die Bereitschaft, noch einen Meter mehr zu machen, das zeichnet diese Mannschaft einfach aus. Dafür bürgt schon Frank Schulz, der bisher jede Truppe mit diesem besonderen Herner Spirit beseelt hat. Auch gegen Gütersloh mussten seine Jungs wieder alle ihre Tugenden in die Waagschale werfen. Spielerisch leicht ging nämlich nichts. Die Gäste spielten forsch auf, standen gut organisiert und ließen den Ball flott in die Spitze laufen. Der SCW dagegen wirkte anfangs verkrampft, fand nicht seinen Rhythmus. Und hatte Glück, dass Oliver Bautz einen um die Mauer gezirkelten Freistoß von Pierre Hallè grandios aus dem Eck tauchte (15.) und Daniel Bartons Direktabnahme zwei Minuten später vor die Latte klatschte. Erst nach einer halben Stunde legten die Hausherren ihre Nervosität ab und den Vorwärtsgang ein. Und hätten in der 43. Minute in Führung gehen können. Doch Savranlioglus Foul an Dominik Behrend im 16er blieb ungesühnt. Nein, Schiri Kloppenburg hat gewiss keine Oma in Herne, wie auch in vielen anderen Szenen deutlich wurde. Sei's drum. Nach Wiederanpfiff war ein anderer SCW auf dem Platz. Beherzt drückte er aufs Gaspedal, spielte sich Möglichkeiten heraus. Und wurde durch Kapitän Arben Tahiri belohnt, der eine tolle Kombination über Behrend und Edin Terzic eiskalt abschloss (52.). Ab der 60. Minute gab es noch einmal einen kurzen Durchhänger, einige schienen mit ihren Kräften am Ende. Die Abwehr aber hielt dicht, ließ keine klaren Chancen zu. Und die Schlussphase gehörte dann wieder der Westfalia. Als Badur in der Nachspielzeit Sebastian Freynis Zuspiel verwandelte, wähnte sich Herne im Fußballhimmel. Bis die böse Kunde aus Lotte kam. SC Westfalia Herne - FC Gütersloh 2000 2:0 (0:0) Tore: 1:0 (52.) Tahiri, 2:0 (90.+2) Badur. SCW: Bautz - Baum, Mustroph, Seidel - S. Barton, Tahiri (90. Freyni), Gebauer, Kluy - Behrend (87. Gidaszewski), Badur - Terzic. FCG: Kuschmann - Fischer-Riepe, Heinrich, Eckel, Savranlioglu (87. Dos Santos) - Fiore, Cömat, Brinkmann, Ndjock (59. Warweg) - Halle, D. Barton. SR: Christian Kloppenburg (Hattingen). Zuschauer: 930. Von Wolfgang Volmer Quelle: WAZ Herne Münster Schalke BVB Bundesliga Oberliga westfalen |
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