17. August 2008
SCW - VfB Hüls 1:0 (0:0)
Fotos: Cib, InfoSchlumpf, Blank, J. Albrecht Fenster schließen Das Copyright für sämtliche Fotos in der Galerie bleibt, wie in den Haftungshinweisen beschrieben, allein bei den Autoren. Erwürgte PunkteWestfalia Herne hinkt den eigenen Erwartungen hinterher, kann sich nach Stefan Oerterers Tor aber trotzdem über einen gelungenen Saisonstart freuen. Hülser lassen sich nicht verspeisen. Der Anfang ist gemacht. Nicht brillant, aber engagiert und auch ein wenig glücklich erwürgte sich der als Titelanwärter gehandelte SC Westfalia Herne zum Auftakt der NRW-Liga-Spielzeit drei Punkte gegen Aufsteiger VfB Hüls. Ob Trainer Christoph Schlebach, SCW-Urgestein Sven Barton oder die knapp 1000 Fans, alle waren sich so ziemlich einig: Fußballerisch war das wenig bis nichts, aber der erste Sieg ist im Sack. Und nur das zählt. Die Gäste erwiesen sich allerdings auch als undankbarer Gegner. Obwohl sich beim Aufwärmen mit Markus Krawietz ein weiterer Leistungsträger verletzte, wehrte sich der "Underdog" mit Haut und Haaren dagegen, vom großen Favoriten verspeist zu werden. Zwar war Sicherheit ihr oberstes Gebot, aber wenn es die Situation erlaubte, suchte die Täuber-Elf ihr Heil durchaus in der Offensive. Und die Situation erlaubte es öfter, als es den Hernern lieb sein konnte. Denn obwohl sich Schlebach entschieden hatte, mit dem jungen Stefan Oerterer eine zweite Spitze zu bringen, kam das Spiel des SCW nicht richtig in Gang. Tim Gebauer unterliefen ungewohnt viele Fehler, Zouhair Allali hatte nur in der Defensive starke Momente, auch Kadir Mutluer blieb blass. Einzig André Badur mühte sich um Spielkultur - zu wenig, um die gut gestaffelte VfB-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Nachdem Seyfullah Kalayci (6.) auf der einen und Badur (8.) auf der anderen Seite bei ersten Halbchancen knapp über das Tor gezielt hatten, entwickelte sich ein zähes Ringen im Mittelfeld. Ab Mitte der ersten Hälfte sogar mit deutlichen Vorteilen für den Gast. Nicht immer wirkte die Herner Deckung souverän, was die Hülser allerdings nicht nutzen konnten. Engin Yavuzaslans Gewaltschuss aus 35 Metern fischte Olli Bautz aus dem Winkel - mehr war nicht. Zur Pause brachte Schlebach für Mutluer Sebastian Freyni, und der war gleich präsent. Mit dem jungen Techniker an der Seite taute auch Barton auf. Plötzlich ging über rechts die Post ab. Und noch ehe sich die Hülser auf die neue Gefahr eingestellt hatten, klingelte es. Barton ging nach Doppelpass mit Freyni auf und davon, zog flach nach innen, wo Oerterer aus zehn Metern mit der "Picke" einlochte (55.). Die Erlösung. Eine Viertelstunde später aber kickte sich der junge Freyni wieder aus dem Team - für die restlichen 20 Minuten und die nächsten vier Wochen. Nachdem er vom Stollen seines Gegners an der Nase getroffen wurde, trat er im Liegen nach - direkt vor den Augen des Schiedsrichters, dem keine andere Wahl blieb, als "Rot" zu zücken. Er hätte den Karton eigentlich gleich draußen lassen müssen, doch als Michael Planhof 60 Sekunden später den Ball vertändelte und den allein aufs Tor strebenden Badur zu Fall brachte, beließ er es bei Gelb. Zehn gegen Elf - so ging es also weiter. Natürlich hatte Hüls jetzt viel Ballbesitz, beschwor auch brenzlige Szenen im SCW-Strafraum herauf. Zu klaren Chancen aber reichte es nicht. Die hatten auf der Gegenseite Dennis Gidaszewski(71.), und Oerterer, der die dickste Chance des Spiels vertändelte (72.). Die Kugel aber wollte nicht mehr ins Netz. SC Westfalia Herne - VfB Hüls 1:0 Tor: 1:0 (55.) Oerterer. SCW: Bautz - Barton, Mustroph, Baum, Gidaszewski - Mutluer (46. Freyni), Allali, Gebauer, Badur (86. Behrend) - Oerterer (73. Tahiri), Setzke. VfB: Rantzow - Senger (78. Walter), Planhof, Lemke, Krantz - Wloch (46. Dosedal), Piorunek, Yavuzaslan, Turgut (65. Kacar), Olschewski - Kalayci. SR: Thorsten Joerend (Lübbecke). Zuschauer: 940. Rote Karte: Freyni (SCW/70.). Von Wolfgang Volmer Quelle: WAZ Herne Münster Schalke BVB Bundesliga Oberliga westfalen |
|