7. September 2008
SCW -
Hammer SV 5:2 (4:2)
Fotos: Cib, InfoSchlumpf, Albrecht, Blank, finelight.de Das Copyright für sämtliche Fotos in der Galerie bleibt, wie in den Haftungshinweisen beschrieben, allein bei den Autoren. Die Gipfelstürmer30 Minuten lang tat sich der SC Westfaia Herne gegen Schlusslicht Hammer SV richtig schwer. Am Ende feierten die Strünkeder aber einen verdienten 5:2-Erfolg. Der VfB Hüls hatte am Samstag mit seinem Überraschungssieg in Aachen den Weg bereitet, den Anstieg zum Gipfel nahm der SCW dann am Sonntag selbst in die Hand. Allerdings mussten die Blau-Weißen ganz schön kraxeln. Denn vor allem in der ersten halben Stunde sah es absolut nicht so aus, als würde man den Abend auf dem Dach der NRW-Liga verbringen. Mit Mustroph und Gidaszewski in der Dreierkette, Tahiri vor der Abwehr und Lewejohann im Sturm hatte Trainer Christoph Schlebach sein Team gegenüber dem Spiel in Siegen auf vier Positionen verändert. Vielleicht war das der Grund dafür, dass es bei den Strünkedern zunächst nicht so rund lief. Vor allem bei Standardsituationen der Gäste fehlte die letzte Konzentration, und im Aufbau leisteten sich die Platzherren etliche Ballverluste. Auch die frühe Führung durch Martin Setzke (4.), der nach einem Freistoß von Behrend einnickte, brachte keine Sicherheit. Nur vier Minuten später fühlte sich niemand für den aufgerückten Verteidiger Kaminski zuständig, und Figueiredo staubte zum Ausgleich ab. Und das Schlusslicht hatte weitere gute Möglichkeiten. Figueiredo traf zum Glück nur das Aluminium (10.), und Issa verzog denkbar kanpp (12.). Die Defensive der Schlossherren wackelte, aber auf die Abteilung Attacke war Verlass. Dennis Gidaszewski erzielte mit einem Hammer vom linken Strafraumeck in den Knick das 2:1 (31.), Dominik Behrend vollendete nach einer schönen Kombination über Tahiri und Setzke zum 3:1 (35.). Aber Hamm kam noch einmal zurück. Mit Ahmet Aktas war es erneut ein Abwehrspieler der Gäste, der sich frei im Strafraum tummeln durfte und nach einem Eckball den Anschluss erzielte (40.). Da war es ganz besonders wichtig, dass der SCW Sekunden vor dem Pausenpfiff noch einmal nachlegte. Andre Badur und Rene Lewejohann hebelten die Hammer Abwehr per Doppelpass aus, und Behrend krönte seine starke Leistung mit seinem zweiten Treffer. Diesen Schlag steckte das Schlusslicht nicht weg. Im zweiten Durchgang kamen die Gäste zu keiner zwingenden Situation mehr. Auch in der Defensive hatten sich die Strünkeder endgültig stabilisiert, und vorne legte Setzke mit einer schönen Einzelleistung noch einen drauf (68.). Durch sein forsches Spiel nach vorne unterband der SCW jegliche Bemühungen des Gegners. Das Gipfelkreuz fest im Visier, ließen sich die Strünkeder nicht mehr vom Weg abbringen und feierten hoch verdient den bislang höchsten Saisonsieg. SC Westfalia Herne - Hammer SpVg 5:2 Tore: 1:0 (4.) Setzke, 1:1 (8.) Figueiredo, 2:1 (23.) Gidaszewski, 3:1 (35.) Behrend, 3:2 (40.) A. Aktas, 4:2 (45.) Behrend, 5:2 (68.) Setzke. SCW: Bautz - Mustroph, Baum, Gidaszewski - Tahiri, Gebauer - Barton (71. Kluy) , Behrend (85. Freyni), Badur - Setzke (79. Onucka), Lewejohann. HSV: Fronczyk - Kunze, Krug, A. Aktas (54. Abou-Saleh) , Kaminski - S. Aktas, Kraus, Bollmann, Figueiredo - Issa, Stein (64. Chouliaros). SR: Kevin Music (Herten). Zuschauer: 700. Trainerstimmen: Rene Hecker (Hamm): „Ich glaube, dass wir in der ersten halben Stunde richtig gut gespielt haben. Und dabei hatten wir auch einige Großchancen. Das 4:2 kurz vor der Pause war aber wie ein Genickschlag. Ich denke, dass mein Team in der zweiten Halbzeit versucht hat, alles zu geben. Aber Herne hat das Spiel abgezockt nach Hause geschaukelt, wie es ein Spitzenreiter eben macht." Christoph Schlebach (SCW): „Hamm hat uns in der ersten Halbzeit das Leben richtig schwer gemacht. Bei uns fehlte die Konzentration, vor allem bei Standardsituationen. In der zweiten Hälfte haben wir dann nicht eine Chance zugelassen. Mit der ersten Hälfte bis ich nicht einverstanden. Aber mit den fünf Toren bin ich zufrieden, und mit dem Tabellenstand natürlich auch." Nur geringe Aussagekraft Den Sieg des SC Westfalia Herne gegen das Schlusslicht aus Hamm durfte man erwarten, wenn man nicht gerade der Schar der ewigen Pessimisten angehört. Den des Tabellenvorletzten VfB Hüls beim bisherigen Spitzenreiter Alemannia Aachen II nicht unbedingt. Dass die Truppe von Ex-Profi Klaus Täuber am Samstag nach vier Niederlagen einen kleinen Befreiungsschlag landete, belegt einmal mehr: Tabelleninterpretationen nach vier, fünf Spieltagen haben wenig Aussagekraft. Das gilt natürlich auch für die Strünkeder. Natürlich dürfen sie sich zu recht über den Platz an der Sonne freuen. Aber nun müssen sie sich auch mit der Rolle des Gejagten abfinden. Gegen den Spitzenreiter kitzelt jeder Gegner noch ein bisschen mehr aus sich raus. Und das gilt insbesondere für den direkten Verfolger, den starken Aufsteiger SG Wattenscheid 09. Am kommenden Freitag kommt es nun an der Lohrheide zum Gipfeltreffen Erster gegen den Zweiten. Aber auch danach ist die Meisterschaft noch nicht entschieden. Von Uwe Ross Quelle: WAZ Herne Münster Schalke BVB Bundesliga Oberliga westfalen |
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