28. September 2008
SSVg Velbert - SCW
1:2 (1:0)
Fotos: Cib, InfoSchlumpf, Blank Das Copyright für sämtliche Fotos in der Galerie bleibt, wie in den Haftungshinweisen beschrieben, allein bei den Autoren. Westfalia biegt Spiel noch umAndre Badur und Martin Setzke schießen hoch verdienten 2:1-Sieg bei der SSVg Velbert heraus. Punkt eins auf Trainer Christoph Schlebachs Wunschzettel ist damit abgehakt. Westfalias Fußballer haben angefangen, Christoph Schlebachs kurze, aber nicht unbescheidene Wunschliste abzuarbeiten. Punkt eins ist abgehakt, der zweite Auswärtssieg der Saison eingefahren. Demnächst werden die Kicker ihrem Trainer vermutlich auch noch den zweiten Wunsch erfüllen und mal wieder „zu Null” spielen. In Velbert dauerte es gerade mal fünf Minuten, dann konnte sich Schlebach dieses Begehren von der Backe putzen. Nach einem mit Effet in den Strafraum geschlagenen Freistoß gingen SSVg-Stürmer Daniel Nigbur und Zouhair Allali zum Kopfball hoch, und vom Körper des Herner Abräumers prallte der Ball unglücklich über die Linie. „Der frühe Rückstand spielte uns natürlich gar nicht in die Karten”, sah Schlebach schon gewisse Parallelen zu den beiden letzten Auswärtsauftritten, in denen sein Team zwar überlegen war, aber vergeblich einem 0:1 nachjagte. Noch zur Pause schien es, als seien aller bösen Dinge drei. Denn die Herner gaben zwar ständig den Ton an, setzten sich teilweise minutenlang in der Velberter Hälfte fest, doch Zählbares sprang nicht dabei heraus. Die drei besten Möglichkeiten boten sich Martin Setzke. Doch der Eifer des laufstarke Angreifers wurde nicht belohnt. Einmal zog er aus der Drehung knapp drüber (28.), einmal am langen Ecke vorbei (45.), und als Setzke einen Badur-Freistoß mit dem Kopf vor Torwart Deuß erwischte (30.), strich der Ball haarscharf neben dem Pfosten ins Toraus. Die Herner aber glaubten weiter an die Gerechtigkeit im Fußball und setzten ihren Sturmlauf nach Wiederanpfiff munter und unverdrossen fort. Hatten sie zuunächst Glück, dass Nigbur nach einem der wenigen Konter knapp das lange Eck verfehlte (46.), spielten sie danach Einbahnstraßenfußball. Und rauften sich in der 50. Minute zweimal die Haare: Dennis Gidaszewski köpfte eine Ecke an den Pfosten, den erneut herein beförderten Ball wuchtete Mirko Mustroph ans Außennetz. Nur 60 Sekunden später aber konnten die Gäste aufhören, mit ihrem Schicksal zu hadern. André Badur, Dreh- und Angelpunkt des Herner Spiels, fiel eine Kopfballabwehr wie eine reife Frucht vor die Füße, und mittels Dropkick jagte er die Kirsche ins Netz. Wer glaubte, die Velberter würden nun wieder am Spiel teilnehmen, wurde enttäuscht. Die Elf von Markus Feldhoff wirkte saft- und kraftlos, kam kaum hinten heraus und hatte Glück, dass ihre beiden Innenverteidiger einiges abräumten. Einmal aber waren auch sie nicht im Bilde. Sebastian Freyni dribbelte bis zur Grundlinie durch, Dominik Behrend ließ die Hereingabe clever durchlaufen und Setzke jagte die Kugel freistehend ins Glück. Dass Arben Tahiri bei seiner ersten Ballberührung eine ähnliche Chance nicht nutzen konnte, war kurz darauf beim Schlusspfiff vergessen. Auch Schlebach war mit der halben Bescherung einverstanden: Sein größerer Wunsch war erfüllt. SSVg. Velbert - SC Westfalia Herne 1:2 (1:0) Tore: 1:0 (5.) Eigentor Allali, 1:1 (52.) Badur, 1:2 (81.) Setzke. SSVg: Deuß - Walker, Steegmann, Kohlhaas, Kaiser - Daftari, Kaya (61. Joppe) - Levering (46. Lyttek), Gensler (72. Reucher) - Velardi, Nigbur. SCW: Bautz - Barton, Mustroph, Baum, Gidaszewski - Allari, Gebauer - Behrend (84. Tahiri), Badur - Lewejohann (69. Freyni), Setzke (87. Oerterer). SR: Dominik Nowak (Bottrop). Zuschauer: 680. Trainerstimmen: Christoph Schlebach (SCW): Das frühe 0:1 spielte uns natürlich gar nicht in die Karten, weil wir ja hier auf drei Punkte spielen wollten. Ich muss meiner Mannschaft das Kompliment machen, dass sie nie aufgesteckt hat. Schon in der ersten Halbzeit hatten wir die Mehrzahl der Spielanteile und der Torchancen. Ich denke, es war ein klar verdienter Sieg. Markus Feldhoff (SSVg): Über 90 Minuten gesehen geht der Sieg für Herne absolut in Ordnung. Herne war eindeutig die bessere Mannschaft und hatte die besseren Chancen. Den Spielern, die für uns auf dem Platz standen, kann ich keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben und eine sehr, sehr gute Leistung geboten. Von Wolfgang Volmer Quelle: WAZ Herne Schalke BVB Bundesliga NRW-Liga |
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