Dass der Trainer der
Verlierermannschaft
nicht zufrieden sein
kann, ist logisch. „Es
ist schon ärgerlich,
dass wir hier keinen
Punkt mitgenommen
haben“, befand Uli
Reimann auf der
Rückfahrt vom Aachener
Tivoli. Aber immerhin
blieb dem SCW-Coach eine
positive Erkenntnis: „Im
Vergleich zum Spiel in
Siegen hat sich meine
Mannschaft deutlich
verbessert gezeigt.“
Dabei standen die
Vorzeichen alles andere
als gut, zumal sich
kurzfristig zu der Reihe
der Ausfälle auch noch
Tino Westphal gesellte,
der als Sechser
vorgesehen war und für
den Julian Stöhr
auflief. „Dadurch hatten
wir wieder fünf, sechs
Spieler auf dem Feld,
die noch gar nicht lange
aus der Jugend heraus
sind. Aachen hatte
dagegen vier Profis im
Team“, zeichnete Reimann
das Ungleichgewicht der
Kräfte auf. Aber seine
Jungspunde verkauften
sich nicht schlecht.
Aachen hatte zwar
deutlich mehr
Spielanteile, echte
Torchancen in der ersten
Halbzeit allerdings
nicht. „Wir haben die
Räume gut zugestellt und
kaum etwas zugelassen“,
lobte Reimann.
Erst kurz nach dem
Seitenwechsel musste
SCW-Keeper Pascal Kurz
eingreifen und bewahrte
sein Team bei einem
Distanzschuss von Hermes
vor dem Rückstand. In
der 56. Minute war er
allerdings machtlos. Die
Westfalia-Abwehr konnte
einen Doppelpass nicht
unterbinden, und mit
seinem siebten
Saisontreffer markierte
Engelbrecht das 1:0.
Es sollte keine weitere
Möglichkeit für die
favorisierten Gastgeber
mehr folgen. Dagegen bot
sich den Strünkedern
zweimal die Chance zum
Ausgleich. Der für
Valery Senge
eingewechselte Dejan
Petrovic zielte zunächst
aus 16 Metern knapp am
Pfosten vorbei (74.) und
scheiterte und
scheiterte vier Minuten
später aus 25 Metern an
der Latte.
Reimanns Fazit: „Aachen
hatte zwar mehr vom
Spiel, aber ein Punkt
wäre für uns nicht
unverdient gewesen.“
TSV Alemannia Aachen II
- SC Westfalia 04 Herne
1:0 (0:0)
von Uwe Ross
Quelle:
WAZ
Herne